Unsere 13Austauschschüler aus Gaziantep sind angekommen .Die Schüler und ihre zwei LehrerInnen wurden bei den Gastfamilien untergebracht. Ich bedanke mich bei den Gastfamilien für die Aufnahme und wünsche unseren Gästen eine schöne Zeit und einen angenehmen Aufenthalt In Ludwigshafen.
Nun ist es vollbracht! Ludwigshafen hat mit Gaziantep einen Freundschaftsvertrag geschlossen, worauf viele Bürger hier in Ludwigshafen lange gewartet haben. Dieser Freundschaft muss nun getragen und gepflegt werden. Das können nun engagierte Bürger übernehmen. Ein Freundeskreis für Partnerschaft , für Menschen, die Interesse an Völkerverständigung haben.
Samstag, 17. September 2011
Jüngste Praktikantin
Mannheimer MORGEN Freitag 16. SEPTEMBER 2011
„Die Kinder sind hier viel ruhiger“
Von unserer Mitarbeiterin
Ronja Ritthaler
3500 Kilometer trennen Gülistan Bilgi von ihrem Heimatort Gaziantep.Ihre erste Reise außerhalb der türkischen Grenzen führt die 16-Jährige weit weg von zu Hause in die Kindertagesstätte Hemshof. „Ich verbringe viel Zeit mit den Kindern. Wir malen, spielen und üben Tiernamen. Es macht sehr viel Spaß“, sagt Gülistan.
Seit vier Wochen ist sie in der Kita Praktikantin und betreut gemeinsam mit Gruppenleiterin Tülünay
Özbali und anderen Erzieherinnen die drei bis sechs Jahre alten Kinder. Das sechswöchige Praktikum ist
Teil des Jugendaustausches zwischen Ludwigshafen und der südostanatolischen Freundschaftsstadt Gaziantep. Gülistan ist die erste Schülerin, die aus der Millionenmetropole in die Industriestadt kommt.
„Im Gegenzug werden Ludwigshafener Austauschpartner erstmals im nächsten Jahr in die Türkei reisen“, freut sich Kadir Akbal, Vorsitzender des Freundeskreises Ludwigshafen -Gaziantep. Er dolmetschte im „MM“-Gespräch mit der Schülerin.
Hürden gemeistert
Unterschiede der beiden Städte kann die Zwölftklässlerin sofort aufzählen: „Ludwigshafen ist viel kleiner
und ruhiger. Es gibt viele Verordnungen und vieles läuft sehr geregelt ab.“ Auch die Kinder in der Kita seien
ruhiger als der Nachwuchs in Gaziantep. Begeistert zeigt sie sich von dem typisch pfälzischen Bastelma-
terial: Kastanien. „Ich kannte das so vorher nicht. Es ist toll“, sagt die junge Anatolierin. Ein Unterschied zu
den Kitas in ihrer Stadt sei das Essen: „Bei uns gibt es viel mehr Obst und Gemüse. Alles wird frisch zubereitet.“
Das sei hier nur teilweise der Fall, berichtet sie. Das Praktikum hat sich Gülistan bewusst ausgesucht.
2012 macht sie Abitur und möchte danach Erziehungswissenschaft studieren. „Ich liebe Kinder. Vor allem mit den Kleinsten beschäftige ich mich gern“, berichtet sie. In ihrer Freizeit schwimmt die Jugendliche gerne, fährt Rad und liest. Mit ihren Freunden trifft sie sich im Café, Kino oder auf der Wiese, um Musik zu hören. Ihre beiden Brüder und Eltern sowie Freunde vermisst sie. „Am Anfang war es für mich sehr schwer, so weit von zu Hause weg zu sein. Aber nach und nach wurde es besser“, berichtet Gülistan von der ersten Zeit ihres Aufenthalts. „Die Gastfamilien, der Freundeskreis und sogar die Kinder haben mich gut aufgenommen“,
erinnert sich die Gymnasiastin. Besonders freute sie sich über ein großes Willkommensschild.
In drei türkisch-sprachigen Gastfamilien hat sie gewohnt. Eine große Herausforderung war die Unterbringung bei einer deutschen Familie: „Zuerst hatte ich Angst, dass das nicht funktioniert. Ich spreche kein Deutsch und nur wenig Englisch. Aber die Familie ist sehr liebevoll und wir haben uns mit Händen und Füßen verständigt“, ist Gülistan glücklich, die Hürde so gut gemeistert zu haben.
„Ich bin durch das Abenteuer hier viel selbstbewusster geworden“, bilanziert sie die letzten Wochen. Auch
Gruppenleiterin Tülünay Özbali kann dies bestätigen: „Sie spricht nun mit mir und allen anderen offener
und mutiger.“ Gülistan erwidert, dass vor allem Özbali ihr viele Dinge sehr erleichtert hat. „Wir sind Freundinnen, nicht Chefin und Praktikantin“, sagt Gülistan dankbar und ihre braunen Augen strahlen.
Kaum richtig in Ludwigshafen eingewöhnt, kehrt Gülistan in zwei Wochen nach Hause zurück. Erinnern
wird sie sich nicht nur an die Menschen in Ludwigshafen, sondern auch an die bunten Schmetterlinge
im Luisenpark, denn „so etwas wie das Schmetterlingshaus gibt es bei uns nicht“, sagt Gülistan..
„Die Kinder sind hier viel ruhiger“
Von unserer Mitarbeiterin
Ronja Ritthaler
3500 Kilometer trennen Gülistan Bilgi von ihrem Heimatort Gaziantep.Ihre erste Reise außerhalb der türkischen Grenzen führt die 16-Jährige weit weg von zu Hause in die Kindertagesstätte Hemshof. „Ich verbringe viel Zeit mit den Kindern. Wir malen, spielen und üben Tiernamen. Es macht sehr viel Spaß“, sagt Gülistan.
Seit vier Wochen ist sie in der Kita Praktikantin und betreut gemeinsam mit Gruppenleiterin Tülünay
Özbali und anderen Erzieherinnen die drei bis sechs Jahre alten Kinder. Das sechswöchige Praktikum ist
Teil des Jugendaustausches zwischen Ludwigshafen und der südostanatolischen Freundschaftsstadt Gaziantep. Gülistan ist die erste Schülerin, die aus der Millionenmetropole in die Industriestadt kommt.
„Im Gegenzug werden Ludwigshafener Austauschpartner erstmals im nächsten Jahr in die Türkei reisen“, freut sich Kadir Akbal, Vorsitzender des Freundeskreises Ludwigshafen -Gaziantep. Er dolmetschte im „MM“-Gespräch mit der Schülerin.
Hürden gemeistert
Unterschiede der beiden Städte kann die Zwölftklässlerin sofort aufzählen: „Ludwigshafen ist viel kleiner
und ruhiger. Es gibt viele Verordnungen und vieles läuft sehr geregelt ab.“ Auch die Kinder in der Kita seien
ruhiger als der Nachwuchs in Gaziantep. Begeistert zeigt sie sich von dem typisch pfälzischen Bastelma-
terial: Kastanien. „Ich kannte das so vorher nicht. Es ist toll“, sagt die junge Anatolierin. Ein Unterschied zu
den Kitas in ihrer Stadt sei das Essen: „Bei uns gibt es viel mehr Obst und Gemüse. Alles wird frisch zubereitet.“
Das sei hier nur teilweise der Fall, berichtet sie. Das Praktikum hat sich Gülistan bewusst ausgesucht.
2012 macht sie Abitur und möchte danach Erziehungswissenschaft studieren. „Ich liebe Kinder. Vor allem mit den Kleinsten beschäftige ich mich gern“, berichtet sie. In ihrer Freizeit schwimmt die Jugendliche gerne, fährt Rad und liest. Mit ihren Freunden trifft sie sich im Café, Kino oder auf der Wiese, um Musik zu hören. Ihre beiden Brüder und Eltern sowie Freunde vermisst sie. „Am Anfang war es für mich sehr schwer, so weit von zu Hause weg zu sein. Aber nach und nach wurde es besser“, berichtet Gülistan von der ersten Zeit ihres Aufenthalts. „Die Gastfamilien, der Freundeskreis und sogar die Kinder haben mich gut aufgenommen“,
erinnert sich die Gymnasiastin. Besonders freute sie sich über ein großes Willkommensschild.
In drei türkisch-sprachigen Gastfamilien hat sie gewohnt. Eine große Herausforderung war die Unterbringung bei einer deutschen Familie: „Zuerst hatte ich Angst, dass das nicht funktioniert. Ich spreche kein Deutsch und nur wenig Englisch. Aber die Familie ist sehr liebevoll und wir haben uns mit Händen und Füßen verständigt“, ist Gülistan glücklich, die Hürde so gut gemeistert zu haben.
„Ich bin durch das Abenteuer hier viel selbstbewusster geworden“, bilanziert sie die letzten Wochen. Auch
Gruppenleiterin Tülünay Özbali kann dies bestätigen: „Sie spricht nun mit mir und allen anderen offener
und mutiger.“ Gülistan erwidert, dass vor allem Özbali ihr viele Dinge sehr erleichtert hat. „Wir sind Freundinnen, nicht Chefin und Praktikantin“, sagt Gülistan dankbar und ihre braunen Augen strahlen.
Kaum richtig in Ludwigshafen eingewöhnt, kehrt Gülistan in zwei Wochen nach Hause zurück. Erinnern
wird sie sich nicht nur an die Menschen in Ludwigshafen, sondern auch an die bunten Schmetterlinge
im Luisenpark, denn „so etwas wie das Schmetterlingshaus gibt es bei uns nicht“, sagt Gülistan..
Montag, 5. September 2011
FOTOAUSSTELLUNG
Herzliche Einladung zur Fotoausstellung Gaziantep:
Ausstellungsdauer: 13.09. bis 8.10.2011Eröffnung durch die Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse
am Montag, 12.09.11, 16.00 Uhr.
Stadtbibliothek Ludwigshafen, Bismarckstr. 44-48, 67059 Ludwigshafen.
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